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Heilung ist immer Geschenk und Gnade, sie ist nicht machbar, nicht erzwingbar, jedoch in ihrem Entwicklungsweg unterstützbar. Wie bereits berichtet, erkranken in Deutschland jährlich etwa 500.000 Menschen neu an Krebs, und etwa zwei Drittel der erkrankten Frauen und über 50 % der erkrankten Männer überleben. Es gibt Kräfte in uns, die ein Weiterleben ermöglichen.

1997 in Heidelberg und 2017 in Hamburg fand jeweils ein Kongress Salutogenese bei Krebs statt. Die Aufmerksamkeit für unerwartet gute Krankheitsverläufe sowie für nicht möglich gehaltene Heilungen hat sich in den letzten zwanzig Jahren vergrößert. Wo 1997 oftmals noch Abwertung waltete und man belächelt wurde, sind heute Achtung, Respekt und sogar Interesse gewachsen

Die Bereitschaft, aus den existierenden Heilungen zu lernen und neue Erkenntnisse über die Fähigkeit des Immunsystems zu gewinnen, hat zu neuen Ansätzen und Heilmittelentwicklungen in der Krebstherapie geführt. Die Fähigkeit des Körpers, Heilungsprozesse zu initiieren, auch bei Krebs, wird mehr und mehr wahrgenommen.

Veränderungen der Lebensweise und des Verhaltens hin zur gesunden Leibbildung kommen aus einer Entwicklung des Bewusstseins. Die Anerkennung der gewordenen Umstände und die Anerkennung, dass alles Gewordene aus einem Werden, einem Entstehungsprozess gebildet ist, hilft uns weiter. Spalten wir das Werden des Lebens ab und konzentrieren wir uns explizit auf das Gewordene, ohne das dahinter stehende Werden mit erspüren zu wollen, werden nachhaltige Heilungsprozesse sehr schwer hervorgebracht werden können. Der Mensch ist mehr als ein biochemischer Prozess!

Manch einer mag sich schon gedacht haben: »Mein Verhalten hat meine Haltung hervorgebracht«, und »Mein Verhalten wiederum gründet sich auf viele Erfahrungen meines Lebensweges. Wie kann ich mich für neue Erfahrungen öffnen?«

Schmerzen oder der persönliche Supergau der Lebenskrise, ein Zusammenbruch oder eine lebensbedrohliche Krankheit können mich für neue Erfahrungen öffnen. Die Krise vermag mich zu einem Stopp, zu dem Ende des gewohnten Verhaltens zu führen. Die konstruierte Wirklichkeit oder mein Beschönigen der Umstände, mein Zurechtlegen und Abspalten sind dann an einer Grenze angelangt, an der ich sie nicht mehr aufrechterhalten kann. Die Wirklichkeit drängt sich mir mit einer solchen Unausweichlichkeit auf, dass sie plötzlich wahrgenommen wird. Meine konzentrierte Fokussierung auf einen Bereich ist nicht mehr möglich.

Plötzlich wird mir eindeutig, ohne jeden Zweifel klar: Das bisherige Verhalten, meine Gewohnheiten, meine Sichtweisen, meine Muster haben keine gesunde Entwicklung hervorgebracht! Ein Umdenken, eine andere innere Haltung will erworben werden. 

Ein neues Bewusstsein erwacht. Der Mut zu Neuem kann aus der absoluten Gewissheit, dass ich mit einem »Weiter so!« Selbstsabotage betreibe und mein Ende vor Augen sehe, entfacht werden. Eine Lichtkraft in mir kann die »Schein-« und »Täuschungsprogramme« auflösen.

Nachdem wir die Situation wahrgenommen, erkannt und anerkannt haben, steht eine Entscheidung an: für oder gegen das Leben. Und dann steht an, dass wir um Hilfe bitten, uns für Hilfe öffnen und loslassen von Haltungen wie: »Ich muss alles alleine schaffen, es gibt nur einen Weg und das ist der, den ich mir zurechtgelegt habe.« 

Die Erkenntnis, bewusst Mitgestalter auf dem Weg der Heilung sein zu können, Zusammenhänge in den Lebensentwicklungen zu verstehen und in den daraus sich ergebenden inneren und äußeren Veränderungen Sinnhaftigkeit zu entdecken, all dies können wir ohne Begegnungen, ohne Entwicklungswege nur schwer erlangen und lebendig halten. Es gibt Lebensumstände, die uns auf diesem Weg unterstützen. 

Eine über das Symptommanagement hinaus auf Heilungsprozesse hin orientierte Medizin wird Umstände kreieren, in der der Mensch keine Ware, kein Objekt der Wirtschaft mehr ist, die letztlich chronisch pathologisierend wirken kann. Sie wird dem mit einer Krankheit herausgeforderten Menschen ein Umfeld anbieten, in dem er sich selbst wieder in liebevoller Haltung zu begegnen lernt, sich mit Wärme erzeugender Begeisterung erfüllt, sich neu mit seinem Leib verbinden kann. 

Eine Medizin, die dem Menschen, seinem Wesen und seiner Würde Respekt zollt, die ihn als eine Individualität anerkennt und nachhaltige Heilung anstrebt, benötigt ein besonderes Ambiente, geschützte Erfahrungs-, Erkenntnis- und Entwicklungsräume für die betroffenen Menschen, »Ateliers der Liebe«, wo sie sich sicher und geborgen fühlen und wo sie »sie selbst« sein dürfen. Es sind ebenso Räume der Begegnung in der Gemeinschaft, der Verbundenheit, des einander Stützens, Begleitens und Förderns auf dem individuellen Weg der Heilung.

Haben wir diese Räume zur Verfügung, kann sich etwas Wunderbares ereignen. Mitfühlende Verbundenheit unter den Betroffenen, gegenseitige Wertschätzung in allem Eigensein und im Umgang mit der Herausforderung Krankheit können das Heilungspotenzial der Gemeinschaft erblühen lassen. Sie teilen miteinander ihre Erfahrung und die Gewissheit, aktive Mitgestalter und nicht mehr ohnmächtige und ausgelieferte Opfer der Umstände zu sein. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit belebt den Willen zur Gesundung und den Glauben an Heilung, sie befeuert unsere Selbstheilungskräfte.

Die therapeutische Gemeinschaft aus Betroffenen und Mitarbeitern der Klinik vermag sich gegenseitig und miteinander zu tragen. Es entstehen Verbundenheit und Freundschaften, die eine solche Substanz haben, dass sich die Menschen bis an die Grenze des Lebens und sogar darüber hinaus zu begleiten vermögen.

In der Zusammenarbeit des interdisziplinären therapeutischen Teams, das den Betroffenen mit einer dem Menschen gemäßen Medizin umgibt, wird der Mensch in seiner »Vielschichtigkeit« auf seiner biochemischen, vitalen, emotionalen und personalen Ebene wahrgenommen und in individuellen Entwicklungsprozessen unterstützt. Der Heilerwille im Team vermag trotz einer limitierten medizinischen Perspektive, trotz der aus rein medizinischer Sicht vorgestellten »Unheilbarkeit« den Raum für wünschenswerte Entwicklung offenzuhalten. Der Glaube an Heilung und der Wille zur Gesundung können sich im Betroffenen und seinem Umfeld ebenso entfalten wie die Integration von Sterben und Tod in das Leben. Eine ausschließliche Fixierung auf Heilung kann dank des Wissens der Unendlichkeit des Lebens, das heißt der Unsterblichkeit von Seele und Geist, in eine Schicksalsbejahung, in ein Vertrauen in die Führung der geistigen Welt gewandelt werden.

In einer Medizin mit Körper-Seele-Geist-Verständnis lebt die Würde des Menschen und eine Orientierung am Individuum und nicht nur am objektiven Befund. In einer menschengemäßen »Subjekt-Medizin« leben diejenigen Aspekte, die uns heute durch die Epigenetikforschung (die Veränderungen jenseits genetischer Festlegungen analysiert), die Psychoneuroimmunologie (die Wechselwirkungen von Psyche und Immunsystem untersucht) und die Salutogeneseforschung (welche die Entstehung von Gesundheit zum Inhalt hat) wissenschaftlich nachweislich manifest geworden sind. In ihrem Alltag hat sie durch ihr interdisziplinäres Konzept diese Erkenntnisse verlebendigt. Sie erkennt den faktischen, objektiven Augenblicksbefund an, ohne diesen temporär festzuschreiben. Sie sieht den Befund ebenso wie den individuellen Menschen in einer ständigen Entwicklung stehend.

Die Herausforderung Krankheit benötigt neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung Entwicklungsräume für Körper, Seele und Geist. Hier erleben die Menschen die bedingungslose Annahme, die Wertschätzung ihrer Potenziale und nicht nur die Fixierung auf das Defizit. Gelingt ihnen der Blickwinkelwechsel von der alleinigen Herrschaft des Verstandes hin zur »Öffnung« ihres eigenen Herzens zu ihrem tiefsten Wesenskern, ihrer in ihrem Herzen verborgenen Gewissheit, geht das oft mit neuer Kraft und Lebensfreude in der Seele einher. Und sie wagen etwas, sie haben den Mut, das Horaz-Wort »Sapere aude« zu leben, oder wie Friedrich Schiller es in seinen ästhetischen Briefen übersetzt: »Erkühne dich, weise zu sein«. Sie leben ihre Stimmigkeit, ihre Melodie. 

In der therapeutischen Gemeinschaft aus Betroffenen und Begleitern, in diesem Schutz- und Entwicklungsraum kann sich heilsame menschliche Begegnung ereignen. Das Erleben von erstaunlichen, wundersamen Entwicklungen sowie die Erfahrung von Gelassenheit und Vertrauen von Mitpatienten in die Weiterentwicklung des Lebens, selbst am Ende des Lebenslaufes, verringern die Angst und fördern Mut zum Sein und Vertrauen in das Werden.

Josef Ulrich, Juli 2018

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In uns selbst zu Hause sein https://www.alternativenzurpsychiatrie.ch/2019/04/dialog-mit-sich-selbst-unterseite-v-selbstheilungskraeften/ https://www.alternativenzurpsychiatrie.ch/2019/04/dialog-mit-sich-selbst-unterseite-v-selbstheilungskraeften/#respond Fri, 12 Apr 2019 15:24:39 +0000 https://www.alternativenzurpsychiatrie.ch/?p=5246

Wenn wir uns selbst aus den Augen verlieren, wenn wir nur noch funktionieren, dann kann sich sehr leicht etwas Ungesundes breitmachen. In unserem Fall ist mit dem Funktionieren gemeint, dass wir ohne Freude, Begeisterung und Sinnhaftigkeit in den Tätigkeiten quasi untergehen. Dass wir keine Luft mehr bekommen, dass wir aufhören, uns selbst zu spüren, weil wir ja, wie wir uns einreden, funktionieren müssen. Wenn wir nur noch funktionieren oder uns mit allem Möglichen ablenken, könnte es sein, dass wir immer seltener das Erleben eines Lichtblitzes, einer Idee, eines guten Einfalls haben. Dann haben wir, bildhaft gesagt, keine Antennen mehr auf Empfang gestellt und sind nicht mehr offen, um die das Leben entwickelnden Einfälle zu erhalten. Wir haben dann keine Fragen mehr, mit denen wir „schwanger“ gehen. Wenn wir nur noch funktionieren, dann könnte es sein, dass die Glücksmomente in unserem Leben immer seltener werden. Wenn wir nur funktionieren, dann sind wir wie eine Maschine, die nicht fühlen kann. Und wenn wir uns nicht mehr spüren, können wir dann überhaupt noch Verantwortung für uns selbst übernehmen? Ich glaube, dann haben wir uns selbst ein Stück weit aufgegeben und sind nicht mehr in uns selbst zu Hause. Wenn ein Hausherr über lange Zeit sein Haus unbewohnt stehen lässt, dann verfällt es. […]


Was sind die Augenblicke oder Zeiten, in denen wir in uns zu Hause und in Liebe und Dankbarkeit mit der Welt verbunden sind? Was begeistert uns? Was geht uns im positiven Sinne „unter die Haut“? Was lässt eine Art kindliche Leichtigkeit in uns aufleben, die Lust und Freude am Dasein, welche oft die Kindheit prägt? Können wir diese liebevolle, freudige Verbindung mit dem Leben immer wieder neu aufbauen, so wird sich die Kraft, die wir in uns spüren, immer weiter ausbreiten.
Werden Sie sich der Vorstellungen und Bilder, die Sie in sich tragen, bewusst. Überprüfen Sie diese Vorstellungen, Bilder und inneren Überzeugungen auf ihren Wirklichkeitsgehalt und ihre Auswirkungen auf Ihr Leben. Zukunftsbilder, Visionen, die mit Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen einhergehen und mit dem Mut verbunden sind, die entsprechenden ersten kleinen machbaren Schritte auf dem Weg zu vollziehen, werden uns immer wieder neue Kraft geben können.
Wenn wir uns immer wieder dabei ertappen, dass wir eigentlich entgegen unserer inneren Überzeugungen handeln, sollten wir klären, was uns zu diesem Handeln treibt. Ohne diese Klärung werden wir in den gewohnten Verhaltensmustern verweilen.


[…] Sind wir aufgeschlossen für die Wirklichkeit des Lebens und sind wir bereit, festgefahrene Gedankenmuster, den Gedankentrott loszulassen, dann eröffnen sich plötzlich ganz andere Wahrnehmungsfelder in unserem Leben.


[…] Und irgendwann erkenne ich dann vielleicht an: Ich darf mir selbst treu sein, das heisst ich darf meine Bedürfnisse und Gefühle anerkennen, ich darf zu mir stehen. Ich darf Ja zu mir sagen. Einmal brachte es eine Teilnehmerin mit folgender Erkenntnis auf den Punkt:

 

„Wenn das Ja zu einem anderen ein Nein zu mir selbst bedeutet, dann ist es auf die Dauer gesehen ungesund!“


[…] Novalis spricht im Zusammenhang mit den schöpferischen Kräften (die ich für die Heilkräfte halte), dass es um die innere Treue geht, um die Wahrheit sich selbst gegenüber. Er spricht von dem Handeln entsprechend der inneren Überzeugung. Wir sollen versuchen, nicht entgegen unserer inneren Überzeugung zu handeln.

 

 

Josef Ulrich: Selbstheilungskräfte. Quellen der Gesundheit und Lebensqualität. aethera, 3. Auflage, 2017

 

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Der Vier-Schritte-Weg https://www.alternativenzurpsychiatrie.ch/2019/04/der-vier-schritte-weg/ https://www.alternativenzurpsychiatrie.ch/2019/04/der-vier-schritte-weg/#respond Mon, 08 Apr 2019 15:24:39 +0000 https://www.alternativenzurpsychiatrie.ch/?p=5260

 

Versuchen Sie anzuerkennen, dass Heilungspotenziale existieren.

 

Die DNA selbst ist ein wahres Wunderwerk und von unvorstellbarer Dimension. Würde man die DNA aller Zellen des menschlichen Körper aneinanderreihen, so ergäbe das 250-mal die Strecke von der Erde zur Sonne und zurück.


Dieses Erbgut kann sich von allein reparieren. Bringen wir uns das zu Bewusstsein, dann können wir nicht mehr an der unvorstellbaren Weisheit vorbeisehen, die in uns Leben ermöglicht. In uns existiert ein unvorstellbares Potenzial der Selbstheilung.

 

Entscheiden Sie sich für das Leben.

 

Das bedeutet: Klären Sie für sich selbst folgende Fragen:

 

– Will ich wirklich leben?
– Wofür will ich auf der Erde sein?
– Welche Menschen sind es, mit denen ich mich besonders wohl fühle?
– Was möchte ich pflegen, was möchte ich entwickeln, wie kann ich dem Leben dienen?
– Was gibt mir Freude, Sinn, Begeisterung, Erfüllung?


Manchmal kommen uns unsere inneren Bilder, die uns mit dem Leben verbinden und unsere Lebensziele aufscheinen lassen abhanden, und Traurigkeit, Ohnmacht und Perspektivenlosigkeit machen sich breit. Wir fühlen uns müde und unfähig, etwas zum Besseren zu verändern. Was können wir dann tun, um wieder an unsere Kraftquellen zu kommen?


Wenn Ihr Leben heute zu Ende ginge, dann würden Sie, so berichten die Sterbeforscher, Ihr ganzes Leben als ein grosses Panoramabild vor Ihrem inneren Auge haben. Und Sie würden vermutlich Ihr Leben so vor Augen haben, dass Sie fühlen könnten, was Ihnen im Leben besonders wichtig, erfüllend und sinngebend war.
Ist diese Rückschau denn nicht auch heute schon möglich? Können wir denn nicht heute schon spüren, was uns im bisherigen Leben mit Begeisterung erfüllt hat? Können wir uns denn nicht schon heute an Abende erinnern, an denen wir voller Dankbarkeit für das, was wir an diesem Tag erlebt haben, ins Bett gefallen sind? Können Sie mithilfe einer solchen Rückschau wieder den Zielen auf die Spur kommen, die Sie in Ihrem Leben verwirklichen möchten?

 

Es sind meine Vorstellungen von der Zukunft, meine Lebensziele, die Gedanken und Bilder in mir, die mir Kraft geben können, Sorge und Angst zu überwinden, Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung zu fassen und so eine Entscheidung für das Leben treffen zu können.

 

 

Tun Sie die Dinge, die „not-wendig“ sind.

 

Das bedeutet, dass ich die Dinge, die ich ohne jeden Zweifel in mir als stimmig erlebe, nicht nur erkenne, sondern in mein Leben einbringe. Dazu muss ich den Widerstand erkennen und schrittweise überwinden, der mich davon abhält, der zu werden, der ich bin, der mich daran hindert, „ich“ zu sein. Und es verlangt von mir, den Glauben an die Realisation meines Entwurfes, meiner Ziele nicht zu verlieren, diesen Glauben in mir bildhaft und sinnhaft lebendig zu erhalten.

 

 

Bereiten Sie sich trotz allem auch auf weniger wünschenswerte Entwicklungen vor.

 

Nicht alles liegt in unserer Hand. Die Erfahrung vieler Menschen zeigt uns, dass wir erst dann, wenn wir den Tod mit in das Leben integrieren können, wirklich „lebensfähig“ sein können. So sind wir aufgefordert, unsere Grundüberzeugungen, Vorstellungen und Gedanken bezüglich Sterben und Tod sowie die Natur unseres Wesens zu überdenken. Auch wenn viele die Auseinandersetzung mit diesen Themen fürchten, kann sie uns Kraft und Sicherheit auf unserem Lebensweg geben.

 

 

Josef Ulrich: Selbstheilungskräfte. Quellen der Gesundheit und Lebensqualität. aethera, 3. Auflage, 2017

 

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